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E-Mail Versand durch Berufsgeheimnisträger rechtswidrig

2. November 2017

Laut dem sächsischen Datenschutzbeauftragten Andreas Schurig entsprechen unverschlüsselte E-Mails von Berufsgeheimnisträgern nicht mehr dem technischen Stand.

Bei Ärzten, Apothekern, Rechtsanwälten und Sozialarbeitern reiche die unverschlüsselte E-Mail nicht mehr aus. Um ihren Pflichten nachzukommen, müssen Berufsgeheimnisträger zusätzlich ihre elektronische Kommunikation verschlüsseln.

In seinem Tätigkeitsbericht für den nicht öffentlichen Bereich begründet Schurig das Verschlüsselungserfordernis mit der problemlosen Einsehbarkeit von unverschlüsselten E-Mails. Die unverschlüsselte E-Mail vergleicht er mit dem Versand einer Postkarte, die ebenfalls jeder mitlesen kann. Dadurch entsprecht sie nicht mehr dem geltenden Datenschutzrecht.

Bei Berufsgeheimnisträgern sind die Auswirkungen noch intensiver. Laut Schurig soll eine unverschlüsselte E-Mail potentiell gegen § 203 I StGB verstoßen. Der § 203 StGB betrifft die Verletzung von Privatgeheimnissen sowie Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen. Die Verletzung erfolgt durch die unbefugte Offenbarung des Geheimnisses. Davon sind nicht nur Anwälte erfasst, sondern ebenso Versandapotheken bei Bestätigungen von Bestellungen.

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Massenhaft E-Mail-Adressen samt Passwörtern geknackt

22. Januar 2014

Bei der Analyse von Botnetzen wurden 16 Millionen gestohlene digitale Identitäten entdeckt, wie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik berichtet. Das BSI hat eine Seite eingerichtet, auf welcher geprüft werden kann, ob der eigene Account betroffen ist, indem der Nutzer seine E-Mail-Adresse dort eingibt. Bei einem Treffer erhält der Nutzer eine Nachricht per Mail an die angegebene Adresse.

WSJ: Umfrage zur E-Mail-Kommunikation am Arbeitsplatz

15. Februar 2013

Nach einer im Auftrag des Wall Street Journal Deutschland (WSJ) in Deutschland durchgeführten Umfrage glauben mehr als 82 Prozent der Befragten nicht, dass die E-Mail ein Auslaufmodell ist, was durch soziale Netzwerke, Instant Messenger oder interne Online-Netzwerke sinnvoll ersetzt werden könnte. Für mehr als 65 Prozent sei elektronische Post am Arbeitsplatz  sogar gänzlich unverzichtbar und für 70 Prozent die beste Kommunikationsform im Geschäftsleben. Nur 36 Prozent der Befragten wünschen sich zudem nach den Umfrageergebnissen eine Regelungen zur Eindämmung der E-Mail-Flut nach Feierabend, wie z.B. der Betriebsrat von Volkswagen durchgesetzt hat.

Trotz alledem sollen insgesamt 61 Prozent der Aussage zugestimmt haben, dass sie es als vorteilhaft empfinden würden, wenn Dokumente in Netzwerken von Teams gemeinsam bearbeitet werden könnten, ohne dass ständig E-Mails versendet werden müssen. Rund 35 Prozent sollen sich wiederum durch E-Mails von der eigentlichen Arbeit abgehalten fühlen.

In Expertenkreisen bestünde insgesamt Einigkeit, dass die E-Mail auch in der Zukunft noch eine Rolle in Unternehmen spielen wird, allerdings viel fokussierter eingesetzt werden wird. Man gehe davon aus, dass die Akzeptanz von E-Mail-Alternativen seitens der Mitarbeiter steigen wird und insbesondere die interne Kommunikation beherrschen werde.

Apple, RIM und Nokia sollen indischem Geheimdienst Zugriff auf E-Mails der Kunden erlauben

12. Januar 2012

Die Hackergruppierung The Lords of Dharmaraja hat einige Dokumente veröffentlicht, die Medienberichten zufolgen belegen, dass  Apple, Nokia und Research in Motion (RIM)  mit einem indischen Geheimdienst Verträge eingegangen sind, die die Überwachung von Kunden-E-Mails erlauben. Dies soll Bedingung für den Zugang zum indischen Markt gewesen sein. Einem der Schreiben ist zu entnehmen, dass neben den namentlich genannten Firmen alle wichtigen Gerätehersteller eine solche Vereinbarung abgeschlossen hätten. Weiterhin soll aus einem anderen Dokument hervorgehen, dass über diese Schnittstelle auch eine E-Mail der U.S.-China Economic and Security Review Commission (USCC), die sich mit Wirtschafts- und Sicherheitsfragen in den Beziehungen zwischen USA und China beschäftigt, mitgelesen wurde. USCC Verantwortliche überprüfen laut Reuters die Sachlage und sehen sich momentan nicht zu einer weiteren Stellungnahme in der Lage.

Ebendiesem Reuters Artikel zufolge hat Apple Sprecherin Trudy Muller dementiert, dass Apple eine Hintertür für die Indische Regierung in seine Produkte integriert habe. Ein indischer RIM-Sprecher erklärte gegenüber Reuters, dass man Gerüchte nicht kommentiere und Nokia lehnte jeglichen Kommentar ab. RIM musste bereits in der Vergangenheit sowohl Indien, als auch Saudi Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten Zugang zu bestimmten verschlüsselten Teilen seines BlackBerry Systems gewähren, um nicht von diesen Märkten ausgeschlossen zu werden.

Für die Plausibilität der Berichte spricht, dass die Hacker von The Lords of Dharmaraja kürzlich zweifelsfrei einen Quellcode des Sicherheitsspezialisten Symantec entwenden konnten. Auch bezüglich dieses Quellcodes deuten einige Anzeichen darauf hin, dass dieser von indischen Regierungsservern stammen könnte. (se)