Schlagwort: Einkaufs-Apps

Ein Supermarkt ohne Kasse: Amazon Go

7. Februar 2018

Amazon eröffnete am 22. Januar den ersten „Amazon-Go“ in Seattle. Dabei handelt es sich um einen Supermarkt, in dem es keine Kassen mehr gibt.

Der Amazon Kunde benötigt dazu nur ein Smartphone, worauf er die erforderliche App installiert. Diese App identifiziert – mit zahlreichen Kameras und Sensoren – den Kunden. Beim Betreten und Verlassen des Geschäfts checken die Kunden mit Hilfe eines Barcodes auf dem Smartphone ein und aus. Dies ist vergleichbar mit dem Check-in am Flughafen. Das System merkt sich automatisch, die Artikel, für die sich der Kunde im Geschäft entschieden hat. Wenn dieser das Geschäft wieder verlässt, werden die Artikel automatisch bezahlt und kurze Zeit später erscheint die Rechnung in der App.

Das  Bezahlmodell funktioniert mittels Videoüberwachung mit 3D-Objekterkennung und Zuordnung der Produkte anhand der Amazon Go App. Ein anonymer Einkauf  ist somit ausgeschlossen. Es werden Bewegungsdaten und allgemeine Informationen zum Einkauf verarbeitet. Laut Aussagen von Amazon wird auf die Gesichtserkennung verzichtet. Das System erkenne allein 3D-Objekte und den Menschen ohne exakte Gesichtsstrukturen.

Bedenklich ist, was genau mit den Informationen passiert, die Amazon durch die verknüpften Apps und Sensoren sammelt. Denn jeder Griff, ob zur Wasserflasche oder zum Käse, wird von einem virtuellen Einkaufswagen in der App registriert. 

Amazons Sensoren-Supermarkt Go würde in Deutschland erhebliche Datenschutz-Bedenken auslösen, davon ist zumindest der Landesbeauftragtefür Datenschutz in Nordhrein-Westfalen überzeugt.

 

 

 

Einkaufs-Apps großer Anbieter sammeln Standortdaten

14. Dezember 2017

Einkaufs-Apps von Rossmann, Edeka und Budni stellen für die Nutzer einen großen Vorteil dar. Neben exklusiven Rabatten erhalten die Kunden auch maßgeschneiderte Angebot. Über den Preis der eigentlich kostenlosen Apps machen sich viele wohl keine Gedanken, allerdings ist dieser ein hoher, denn die Kunden geben vor allem persönliche Daten preis.

Das NDR-Verbrauchermagazin „Markt“ lies von Informatikern der Universität Hamburg eine Studie zu diesem Thema durchführen. Die Wissenschaftler untersuchten die Apps eingehend, das Ergebnis der Studie ist, dass die Apps während der Nutzung Standortdaten und Daten zu einkaufsbezogenen Interessen und Vorlieben erfassen. Die Informatiker fanden im Rahmen der Studie heraus, dass Daten der Nutzer an Google, Facebook und Marktforschungsunternehmen übermittelt werden.

Grundsätzlich läuft das über eine Einwilligung der Nutzer. Die Kunden erklären sich mit dem Akzeptieren der Datenschutzerklärungen, mit der Preisgabe der Daten einverstanden, höchstwahrscheinlich unbewusst bzw. ohne sich Gedanken darüber zu machen.

Zu betonen ist allerdings, dass die Übermittlung der Daten mithilfe einer Nutzer-ID und nicht in Kopplung mit dem Klarnamen oder dem Alter des Nutzers übermittelt wird.

Im Praxistest überzeugte die Wissenschaftler im Übrigen keine der Apps.