Kategorie: Hackerangriffe

Blizzard: Diebstahl von Kundendaten

13. August 2012

Der US-amerikanische Spielepublisher Blizzard wurde nach eigenen Angaben in der vergangenen Woche Opfer eines Datendiebstahls. Betroffen sei der Online-Gaming-Service battle.net, mit dem Kunden online gegen oder miteinander spielen können. Entwendet worden seien Kundendaten, u.a. E-Mail-Adressen von Battle.net-Nutzern außerhalb der VR China sowie weitere auf den Nordamerika-Servern hinterlegte Kundendaten von Nutzern aus den USA, Latein-Amerika, Australien, Neuseeland und dem Südosten Asiens. Bei diesen Accounts sollen die Angreifer überdies Zugriff auf die Antwort der Sicherheitsabfrage sowie persönliche Informationen zu der Anwendung „Mobile-Authenticator“ erlangt haben. Auch per Secure Remote Password Protocol verschlüsselte Passwörter seien auf diese Weise entwendet worden.

Nach Unternehmensangaben sind die Daten jedoch nicht geeignet, um auf einzelne Accounts zugreifen zu können. Dennoch werde als Vorsichtsmaßnahme allen Kunden empfohlen, eine Änderung des Passworts vorzunehmen. In Kürze werde man sich zudem direkt an die Betroffenen mit der Bitte wenden, die Sicherheitsabfrage inklusive der Antwort auszutauschen.

Blizzard hat als weitere Reaktion eine Website zum Account-Support eingerichtet, auf der nochmals in allen Einzelheiten nachzulesen ist, welche Daten vom Diebstahl betroffen sind. Zudem werden dort die Maßnahmen aufgeschlüsselt, die das Unternehmen getroffen hat bzw. noch treffen wird, um ähnlichen Ereignissen zukünftig vorzubeugen.

Falsche Syrien-Meldungen bei Reuters angeblich auf veraltete WordPress-Installation zurückzuführen

8. August 2012

Gegen Ende letzter Woche hatte die Nachrichtenagentur Reuters einen Angriff auf ihren Blog zu vermelden. Folge dieses Hacks war die Platzierung gefälschter Berichte und Interviews über die Lage in Syrien, welche scheinbar von Reuters Journalisten erstellt wurden.

Nach einem Artikel des Wall Street Journals (WSJ) soll eine veraltete Installation der populären WordPress-Software das maßgebliche Einfallstor für die Angreifer gewesen sein. Das WSJ bezieht sich dabei auf Angaben von Mark Jaquith, einem der führenden Entwickler der WordPress-Software und Mitglied des WordPress-Sicherheitsteams, demzufolge Reuters die veraltete Version 3.1.1 anstelle der aktuellen Version 3.4.1 eingesetzt habe. Jaquith mahnte weiterhin, dass Organisationen, die Update-Warnungen ignorierten und eine als unsicher bekannte Softwareversion einsetzten, sich selbst dem Risiko solcher Sicherheitsverletzungen aussetzten.

Auch an diesem Fall wird wieder einmal deutlich, dass mit dem Internet verbundene Systeme im eigenen Interesse stets aktuell gehalten werden sollten, auch wenn dies eine zeitlichen und finanziellen Mehraufwand bedeutet.

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Datenpanne bei Cloud-Anbieter Dropbox

3. August 2012

Aus einer Veröffentlichung in dem firmeneigenen Blog des Cloud-Anbieters Dropbox geht hervor, dass aus dem Account eines Mitarbeiters Kundendaten durch unbekannte Angreifer entwendet werden konnten. Bekannt wurde der „Diebstahl“, als im Anschluss an diesen Mitte Juli die aus dem Dokument mit den Kundendaten entnommenen E-Mail Adressen vermehrt mit Spam-Mails belästigt wurden. Noch unklar ist, an wie viele E-Mail Adressen die Angreifer auf diese Weise gelangen konnten. Nach Angaben des Unternehmens erfolgte der unberechtigte Zugriff mittels eines gestohlenen Zugangspassworts eines Mitarbeiters, der anscheinend sein Passwort für den Zugriff auf die Cloud auch bei anderen Web-Dienstleistern verwendet hat. Auf die gleiche Weise haben die Angreifer auch auf „eine kleine Anzahl“ weiterer Dropbox-Accounts Zugriff erhalten.

Dropbox hat auf den Zwischenfall mit zweierlei Maßnahmen reagiert. Zum einen können sich Nutzer des Dienstes mit dem neu eingerichteten Zugriffsverlauf darüber informieren, wer zu welchem Zeitpunkt auf den Account zugegriffen hat. Zum anderen wird in den nächsten Wochen optional eine Zwei-Faktor-Authentifizierung angeboten, bei der neben der Online-Anmeldung auch eine Bestätigung per Mobiltelefon notwendig ist.

Ob bei Dropbox intern Maßnahmen ergriffen wurden, um solche Zwischenfälle in Zukunft zu vermeiden, lässt sich hingegen nicht in Erfahrung bringen. Der Vorfall zeigt nichts desto weniger wieder einmal schmerzlich auf, dass das Thema Datensicherheit, insbesondere für sensible Bereiche wie das Cloud-Computing, nicht ernst genug genommen werden kann.

China: Verhaftung von 165 Mitglieder eines Cybercrime-Rings

30. Juli 2012
Medienangaben zufolge konnten chinesische Behörden erfolgreich einen Cybercrime-Ring enttarnen. Insgesamt 165 Personen sollen Mitte Juli in diesem Zuge – u.a. wegen Hacking und Urkundenfälschung – verhaftet worden sein. Man werfe den Festgenommenen Angriffe auf 185 Regierungssites vor, die mit dem Ziel erfolgt sein sollen, falsche behördliche Urkunden und Bescheinigungen auszustellen und zu verkaufen, wobei eine falsche Urkunde zwischen 500 und 1250 Euro eingebracht habe. Zudem seien auch offizielle Datenbanken manipuliert worden. 7100 falsche Zertifikate und mehr als 10.000 falsche Stempel sollen mittlerweile sichergestellt worden sein. Die Ermittlungen der Polizei sind nach lokalen Angaben noch nicht abgeschlossen, man rechne mit weiteren Festnahmen.
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Sicherheitslücke bei der Singlebörse meetOne

27. Juli 2012

Durch eine Sicherheitslücke bei dem Singleportal meetOne konnte auf alle von etwa 900.000 Nutzern hinterlegten Daten – wie etwa E-Mail Adressen, Echtnamen, private Nachrichten und Fotografien aber auch das Passwort – im Klartext zugegriffen werden. Um an die Daten zu gelangen war ein Login bei der Plattform nicht notwendig, vielmehr konnte jede Person durch das Hochzählen eines URL-Parameters die Daten einsehen. Nach Informationen von heise online wurde die Lücke inzwischen geschlossen. Nutzern werde dennoch empfohlen ihr Zugangspasswort bei meetOne sowie bei anderen Diensten, bei denen das gleiche Passwort genutzt wurde, umgehend zu ändern.

Hackerangriffe auf Nvidia und androidforums.com

18. Juli 2012

Nach Yahoo und GMX wurden auch der Grafikkartenhersteller Nvidia und das englischsprachige Portal androidforums.com Opfer von unautorisierten Zugriffen auf ihre Datenbanken.

Nach einer Stellungnahme von Nvidia waren sowohl das allgemeine Forum (forum.nvidia.com), der Entwicklerbereich (developer.nvidia.com) als auch der Forschungsbereich (research.nvidia.com) betroffen. Hierbei hatten die Hacker Zugriff auf: Nutzername, E-Mail Adresse; gesalzene Passworthashes und öffentliche „Über mich“ Informationen. Mittlerweile wurde auf Pastebin über 4.000 der erbeuteten Datensätze durch eine Gruppe namens Team Apollo veröffentlicht. Dabei handelt es sich nur um einen kleinen Teil der Daten; die weiteren Daten sollen dem Pastebin-Beitrag zufolge jedoch zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht werden.

Bei androidforums.com stellt sich die Lage ähnlich dar: Der Betreiber hat in einem sehr offenen und ausführlichen Beitrag einige Hintergrundinformationen erläutert und bekanntgegeben, dass möglicherweise folgende Daten betroffen sein könnten: Einzigartige IDs, E-Mails, gesalzene Passworthases, IP-Adresse von der aus die Registrierung erfolgte. Ferner könnten auch unwichtigere Daten, wie Zeit des letzten Besuchs, Anzahl der Nachrichten etc. übertragen worden sein. Im Gegensatz zum Vorfall bei Nvidia sind bisher jedoch keine der Daten in öffentlich zugänglichen Quellen aufgetaucht.

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Yahoo: Hacking-Angriff auf Altdaten des Dienstes Yahoo Voices

17. Juli 2012

Vergangene Woche ist es Medienangaben zufolge der Gruppe D33Ds Company gelungen, auf 400.000 Nutzernamen und Passwörter einer Datei des Yahoo Contributer Network – bei Nutzern als „Yahoo Voices“ bekannt – zuzugreifen. Das Unternehmen Yahoo habe den Hack dieses Dienstes bestätigt. Allerdings seien weniger als fünf Prozent der betroffenen Daten noch gültig, da es sich der Hacking-Angriff auf eine Altdatei bezogen habe. Aus Sicherheitsgründen werde den Yahoo-Nutzern jedoch empfohlen, das Passwort zu ändern. Sofern dieselbe Kombination aus E-Mail und Passwort auch für andere Dienste verwendet werde, sei auch dort ein Passwortwechsel ratsam. Ob der eigene Account kompromittiert worden sei, könne durch die Eingabe der E-Mail-Adresse bei Sucuri Labs überprüft werden.

„Wir beseitigen die Schwachstelle, die zur Aufdeckung der Daten geführt hat, ändern die Passwörter der betroffenen Anwender und informieren die Firmen, deren Nutzerkonten möglicherweise kompromittiert wurden. Wir entschuldigen uns bei allen Betroffenen. Wir empfehlen Nutzern, ihre Passwörter regelmäßig zu ändern und sich mit unseren Sicherheitstipps unter security.yahoo.com vertraut zu machen.“, teilte das Unternehmen mit.

 

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GMX: Spam-Versand über gehackte E-Mail-Accounts

10. Juli 2012

Zur Zeit nutzen Kriminelle nach Angaben von Heise Online vermehrt E-Mail-Accounts des Providers GMX, um über diese ungewünschte Werbung („Spam“)  zu versenden. Höchstwahrscheinlich mittels eines Brute Force Angriffs soll auf E-Mail-Accounts, die lediglich über ein unsicheren Passwort geschützt wurden, Zugriff genommen und die dort gespeicherten Kontakte als Empfängeradressen gewählt worden sein. Nach Angaben des Providers werde solchen Angriffen im Regelfall durch Rate-Limits und andere Anomalie-Detection-Verfahren entgegengewirkt, was bedeute, dass Login-Versucher bestimmter IP-Adressen nach einer vorab definierten Anzahl von Fehlversuchen abgewiesen werden. Diese Schutzfunktion sei bei den aktuellen Angriffen wohl ausgetrickst worden.

Derzeit wird geraten, E-Mails von GMX-Absenderadressen kritisch zu prüfen bevor dort enthaltene Links oder Anhänge geöffnet werden. Für GMX-Nutzer sei es empfehlenswert, zu prüfen, ob der jeweilige E-Mail-Account mit einem sicheren Passwort geschützt ist.

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Valve Software: Hacking-Angriff

14. November 2011

Medienangaben zufolge ist es Unbekannten gelungen, in die Spiele-Distributionsplattform Steam der Valve Software Corporation einzudringen. Zunächst sei ein Einbruch in die Foren-Server erfolgt, weitere Untersuchungen sollen dann ergeben haben, dass die Hacker auch Zugriff auf die Steam-Datenbank nehmen konnten. Betroffen seien circa 35 Millionen Zugangskonten, die u.a. Angaben zu Namen, Salt-Hashes von Passwörtern, Kaufbestätigungen von Spielen, Rechnungsadressen sowie verschlüsselten Kreditkarteninformationen enthalten. Unklar sei derzeit, ob tatsächlich diese Daten abgerufen oder sonst missbraucht wurden. (sa)

Sony: Erneuter Hacking-Angriff

18. Oktober 2011

Der Elektronikkonzern Sony ist nach den im April dieses Jahres erfolgten Hacking-Angriffen abermals erfolgreich angegriffen worden. Das Unternehmen gab bekannt, dass unbekannte Täter zwischen dem 07. und 09. Oktober in etwa 93.000 Kundenkonten der Dienste Playstation Network, Sony Entertainment Network und Sony Online Entertainment haben eindringen können. Dies soll durch das Ausprobieren von Login-Daten, die wohl von einer anderen Stelle erhoben wurden, gelungen sein. Die Betroffenen sind nach Angaben des Unternehmens bereits mittels E-Mail über den Angriff informiert wurden und die Zugänge wurden gesperrt. (sa)

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