Kategorie: Social Media

Facebook: Mehr Transparenz bei Gruppen-Aktivitäten

10. August 2012

Das soziale Netzwerk Facebook hat Medienberichten zufolge eine neue Funktion für Nutzer von Gruppen eingeführt, die durch ein kleines blaues Häkchen rechts unter einem Beitrag sichtbar wird. Dieses Häkchen erscheine, sobald mindestens ein Mitglied der Gruppe sich den jeweiligen Beitrag angeschaut hat. Allen Mitgliedern der Gruppe wird mittels Mouseover über das Häkchen eine Liste angezeigt, die auflistet, welches Gruppenmitglied sich wann den Beitrag angeschaut hat. Nach Angaben des Unternehmens dient diese Neuerung der besseren und aktuelleren Information der Nutzer über Aktivitäten in einer Gruppe. Sie soll schrittweise in allen Gruppen eingeführt werden.

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meetOne nach Sicherheitsleck wegen Spam in der Kritik

6. August 2012

Die Datingplattform meetOne soll einem Bericht von heise.de zufolge die Adressbücher auf den Smartphones der Nutzer heimlich kopiert haben. Anschließend seien die Kontakte der Nutzer mit Spam-E-Mails zur Anmeldung bei meetOne aufgefordert worden.

Zudem seien die Adressdaten über eine ungesicherte Verbindung unverschlüsselt auf die Server von meetOne übertragen worden. Die Empfänger erhielten später Benachrichtigungen, wonach eine Flirtnachricht bei meetOne für sie eingegangen sei. Auf Nachfrage von heise Security bei dem Mitbegründer von meetOne, Nils Henning, sah dieser sich außer Stande, Angaben über die Herkunft der Adressen machen. Betreiber der Plattform sei inzwischen die Meetone International LLC mit Sitz in den USA. Nur dort könne aufgeklärt werden, woher die Daten stammen.

Erst Ende Juli war eine Sicherheitslücke bei meetOne bekannt geworden, über die zahlreiche persönliche Daten inklusive Passwörter in Klartext durch die Änderung von URL-Parametern ausgelesen werden konnten.

 

Sicherheitslücke bei der Singlebörse meetOne

27. Juli 2012

Durch eine Sicherheitslücke bei dem Singleportal meetOne konnte auf alle von etwa 900.000 Nutzern hinterlegten Daten – wie etwa E-Mail Adressen, Echtnamen, private Nachrichten und Fotografien aber auch das Passwort – im Klartext zugegriffen werden. Um an die Daten zu gelangen war ein Login bei der Plattform nicht notwendig, vielmehr konnte jede Person durch das Hochzählen eines URL-Parameters die Daten einsehen. Nach Informationen von heise online wurde die Lücke inzwischen geschlossen. Nutzern werde dennoch empfohlen ihr Zugangspasswort bei meetOne sowie bei anderen Diensten, bei denen das gleiche Passwort genutzt wurde, umgehend zu ändern.

ULD: Keine Verbesserung des Datenschutzes bei Facebook

25. Juli 2012
Das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) hat mitgeteilt, dass ein erster Austausch mit dem seit dem 15. April 2012 in Amt getretenen Director Public Policy von Facebook Deutschland, Dr. Gunnar Bender, stattgefunden hat. Nach dem Austausch habe man jedoch feststellen müssen, dass sich seit den Gesprächen mit dem Unternehmen Ende 2011 praktisch keine Verbesserungen und sogar einige wesentliche datenschutzrechtliche Verschlechterungen bei Facebook ergeben haben. So sollen beispielsweise die Ende 2011 von Facebook zugesagten Transparenzverbesserungen hinsichtlich der Reichweitenanalyse „Insights“ nicht realisiert worden sein, auch sei die diesbezüglich zugesagte Bereitstellung von aussagekräftigen technischen Unterlagen nicht erfolgt. Die Aktivitäten von Facebook fehle überdies – nach wie vor – die Rechtmäßigkeit der Datenverarbeitung in Deutschland, weswegen man bei der Einschätzung bleibe, dass eine gesetzeskonforme Nutzung unter anderem von Facebook-Fanpages für öffentliche und private Stellen aktuell nicht möglich ist. Während Bender bekräftigt habe, dass Facebook „sich an europäisches Recht gebunden“ fühle, könne das ULD lediglich signalisieren, dass dies „bisher nicht erkenn- und belegbar“ ist.
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Facebook: Überschreiben von Email-Adressen auf User-Smartphones

12. Juli 2012

Wie bereits im Datenschutzticker thematisiert, änderte das Social-Network Facebook Ende Juni ohne Wissen seiner User deren primär in ihrem Profil angezeigte Email-Adresse. Dies führte, wie das Online Portal theverge.com nach einem Telefonat mit Facebook´s Director of Engeneering Andrew Bosworth aus erster Hand berichtete, auch zu teilweise erheblichen Problemen auf den Smartphones diverser Nutzer. Im Zuge der automatisierten Synchronisation zwischen der Facebook-App und dem smartphone-internen Adressbuch sei es zu unbeabsichtigten Überschreibungen vorhandener Email-Einträge in den Adressbüchern gekommen. Facebook sei jedoch im Begriff diesen Fehler zu beheben. An der grundsätzlichen Vorgehensweise der Email-Adress-Änderung will Facebook jedoch trotz der Kritik weiter festhalten.

 

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Facebook: Initiative gegen Pseudonyme

11. Juli 2012

Das soziale Netzwerk Facebook hat Medienangaben zufolge eine Initiative gegen pseudonymisierte User gestartet. Dies ist angesichts der von Facebook verwendeten Namensrichtlinien innerhalb der Allgemeinen Geschäftsbedingungen weder überraschend noch verwerflich. Diese besagen unter Punkt 4 (Registrierung und Sicherheit der Konten) ausdrücklich, dass Facebook-User ihre wahren Namen und Daten anzugeben haben. Auch der Verweis, dass Facebook sich bei der Durchsetzung dieser Richtlinien der Hilfe seiner Mitglieder bedient, ist klar geregelt.

Die konkrete Maßnahme erscheint jedoch angesichts der „bespitzelnden“ Vorgehensweise zumindest als fragwürdig. Loggte sich ein User bei Facebook ein, erschien eine Pop-Up-Meldung, in der um die Mithilfe des Users gebeten wurde. Dem Nutzer wurde ein Profilbild und ein Name mit folgenden zusätzlichen Text präsentiert: „Bitte hilf uns dabei zu verstehen, wie Nutzer Facebook verwenden. Deine Antwort bleibt anonym und hat keinen Einfluss auf das Konto deines Freundes. Ist dies der echte Name deines Freundes?“. Als Antworten standen „Ja“, „Nein“, „Ich kenne diese Person nicht“ und „Ich möchte nicht antworten“ zur Auswahl.

Facebook soll seine Vorgehensweise damit gerechtfertigt haben, dass es sich um einen „begrenzten Test handele, mit dem Accounts bestätigt werden können“. Ziel sei es, auf diese Weise Fake-Accounts zu identifizieren und die Plattform sicherer zu machen.

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Facebook: Eigenständige Änderung der angezeigten Email-Adressen im User-Profil

3. Juli 2012

Facebook arbeitet weiter intensiv an seiner Rolle als Hauptverkehrskreuzung jeglicher medialer Handlungen seiner Nutzer, nicht selten ohne deren Wissen. Neuestes Beispiel für das Streben sich neben der Rolle als soziales Netzwerk auch als Email- und Nachrichtendienst in den Vordergrund zu schieben ist die Neuerung bei Facebook, die von den Nutzern angegebenen und in deren Profil angezeigten privaten Email-Adressen gegen facebookeigene Email-Adressen auszutauschen. Zwar bleiben die privaten Emailadressen im Account gespeichert, standardmäßig wird jedoch nur noch die Email-Adresse des Facebook-Accounts angezeigt, was nach Angaben des Unternehmens der Vereinheitlichung dienen soll.

Kritiker vermuten, dass Facebook so dem Konkurrenzdruck im Bereich der Kurznachrichten und Emails Folge leisten will  und dieses Vorgehen ein Indiz für ein Drängen auf die Vormachtstellung sein könnte. Kritisch wird außerdem erachtet, dass der Nutzer  uninformiert auf der Strecke bleibe, u.a. auch weil er lediglich die Möglichkeit habe, die Umstellung rückgängig zu machen, nicht jedoch die Umstellung aktiv umzusetzen (Opt-In).

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Facebook muss Usern Kontrolle über „Sponsored Stories“ gewähren

28. Juni 2012

Das Social-Network Facebook muss Medienangaben zufolge eine weitere „Einschränkung“ zugunsten des Datenschutzes hinnehmen. Das seit kurzem börsennotierte Unternehmen habe vor einem kalifornischen Gericht einem Vergleich zugestimmt und sich damit verpflichtet, Nutzern künftig die Möglichkeit zu eröffnen, die Einbindung in sogenannte „Sponsored Stories“ zu verhindern. Unter den seit Beginn 2011 von Facebook genutzten „Sponsored Stories“ versteht sich die Nutzung privater Einträge von Usern zu Werbezwecken. Loggt sich zum Beispiel ein User in einer Starbucks-Filiale ein und klickt bei dieser Marke oder einem Produkt den „Gefällt mir“-Button oder verwendet den Namen Starbucks in einem Post, kann dieser Post durch Facebook zu Werbezwecken gesondert hervorgehoben werden. Von nun an müsse Facebook in seinen Nutzungsbedingungen explizit auf dieses Vorgehen hinweisen und eine noch nicht näher definierte Möglichkeit anbieten, welche dem User Kontrolle über seine „Sponsored Stories“ gewährt. Problematisch dürfte für Facebook primär sein, dass somit ein weiterer Einnahmezweig erheblich eingeschränkt wird und empfindliche Umsatzeinbußen drohen.

 

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Facebook: Umsetzung der neuen Nutzungs- und Datenschutzrichtlinie

25. Juni 2012

Facebook hat trotz der nicht als repräsentativ geltungswürdig verlaufenen Abstimmung über die Einführung von neuen Nutzungs- und Datenschutzrichtlinien diese nun eingeführt. Bis zum 8. Juni hatten die Facebook-User die Möglichkeit an der Abstimmung teilzunehmen, doch nur 0,04% (340.000 User) machten davon Medienangaben zufolge letztlich Gebrauch. Bereits vor der Wahl hatte es Kritik aus den Reihen der Datenschützer gegeben. Grund dafür war die von Facebook mit 30% der User angegebene Hürde als Voraussetzung der Umsetzung der Wahl. Kritiker sehen darin ein sicheres Indiz dafür, dass das Verfahren letztlich als Farce zu werten sei. Facebook erklärte, dass man bemüht sei, die Schwächen im Prozess aufzudecken. Warum trotz der Bemühungen, die Wahl für jedermann einfach zu gestalten, die Resonanz derart gering geblieben sei, müsse noch untersucht werden. Die 30%-Hürde stamme jedoch noch aus einer Zeit, als das Netzwerk sehr wenig Mitglieder hatte.

 

ULD: Inszenierte Abstimmung bei Facebook über Änderung der Nutzungsbedingungen

6. Juni 2012

Das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) hat sich kritisch bezüglich der Abstimmungsmöglichkeiten von Facebook-Nutzern über die Änderungsvorschläge der Nutzungsbedingungen geäußert. Zwar sei es grundsätzlich begrüßenswert, dass die Nutzer von Facebook überhaupt abstimmungsberechtigt, jedoch bestünde keine echte Wahlmöglichkeit der Nutzer. Zum einen würden nur solche Nutzer von Facebook über die Abstimmung informiert, die „Fan“ von der Seite „Facebook Site Governance“ sind, was gegenüber angeblich 900 Millionen Facebook-Mitgliedern eine verschwindend geringe Zahl sei. Zum anderen müssten nach dem Regelungswerk von Facebook weit mehr als 200 Millionen registrierte Nutzer abstimmen, um eine verbindliche Entscheidung zu erzwingen. Bei derart umfänglichen Änderungen wäre es erforderlich gewesen, alle Nutzer hierauf hinzuweisen. Besonders kritisch sei, dass wer an der Abstimmung teilnehmen möchte, nur zwischen den alten und den neuen Bedingungen wählen könne. Beide Alternativen enthielten allerdings rechtswidrige Klauseln, so dass guten Gewissens beide nicht wählbar seien.

„Ehrlich wäre es gewesen, sich mit den Forderungen der Nutzerinnen und Nutzer ernsthaft auseinanderzusetzen und echte Alternativen – natürlich auf Basis einer rechtskonformen Lösung – zur Wahl zu stellen. So ist die Abstimmung reine Augenwischerei. Das ganze Verfahren zeigt, dass Facebook keine wirkliche Mitbestimmung der Mitglieder möchte. Facebook stößt die vielen tausend Nutzerinnen und Nutzer, die sich an der Diskussion um die Regelungen beteiligt haben, vor den Kopf.“, kommentiert der Leiter des ULD Weichert.

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