Praxisstudie zum Cloud-Computing: Datenschutz und -sicherheit besorgniserregend

20. Juli 2015

Cloud-Computing wird immer populärer und ist mittlerweile fester Bestandteil des Business-Alltags. Trotz alledem haben 87 Prozent der IT-Verantwortlichen Bedenken, wenn es um Datenschutz und Datensicherheit in Zusammenhang mit Geschäftsinformationen und Cloud-Anwendungen geht, wie nun Ergebnisse einer Praxisstudie („Preparing for next-generation cloud: Lessons learned and insights shared“), für die Anfang dieses Jahres weltweit 232 IT-Führungskräfte bezüglich ihrer Erfahrungen mit Cloud-Anwendungen befragt wurden, verdeutlichen.

So gaben 67 Prozent der Befragten an, dass ihre Unternehmen bereits unter Zwischenfällen oder Problemen in Verbindung mit Cloud-Anwendungen zu leiden hatten. Wiederum 9 Prozent der Befragten, die bereits Zwischenfälle erlebt haben, sprachen dabei von „hohen Schäden”, 55 Prozent von „begrenzten” und 34 Prozent von „geringen” Auswirkungen.

Von knapp der Hälfte der Befragten wurde der „Verlust von Kundendaten” infolge einer fehlerhaften Cloud-Anwendung als größtes Risiko für ihr Unternehmen angesehen, danach folgen Umsatzverluste (40 Prozent) und Verletzungen des Kundendatenschutzes (36 Prozent).

Bei Public-Cloud-Anwendungen sollen Ausfälle und Störungen doppelt so häufig vorkommen wie bei Private Clouds.

Die Studie empfiehlt fünf Best Practices, die Unternehmen bei der optimalen und kosteneffizienten Nutzung von Cloud-Ressourcen helfen sollen:

  • Sicherstellen, dass die Cloud-Anbieter die Anforderungen der gesamten unternehmerischen Tätigkeit und der IT-Organisation erfüllen können.
  • Einen geeigneten Cloud-Service auswählen, um Sicherheit und Datenschutz besser überwachen zu können.
  • Cloud-Architekturen nutzen, die Verbindungen zwischen dem Cloud-Service und der vorhandenen IT-Infrastruktur ermöglichen.
  • Über die Kosten hinaus weitere Faktoren berücksichtigen, etwa das Potenzial der Cloud zur Optimierung von Geschäftsprozessen, zur Stärkung der Innovationskraft und der Mitarbeitereffizienz.
  • Geschäftsanforderungen an die IT festlegen, um Cloud-Services anzubieten und als Cloud-Vermittler tätig zu werden.

 

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