Skype: Herausgabe von Nutzerdaten ohne Beschluss

28. November 2012

Nach einem Bericht des Online-Portals Heise hat der Messenger-Dienst Skype ohne behördliche Aufforderung und ohne gerichtlichen Beschluss Daten eines Nutzers an das private Sicherheitsunternehmen iSight Partners herausgegeben. Betroffener sei ein 16-Jähriger, der im Jahr 2010 an einer DDoS-Attacke mitgewirkt haben soll, die unter dem Namen „Operation Paypal“ gegen Paypal lief. Paypal habe sich im Zuge der Aufklärung des Angriffs an das Sicherheitsunternehmen iSight Partners gewendet, welches auch Skype zu seinen Kunden zählt. Der Chef von iSight Partners habe im Laufe der Recherchen den Nutzer bei Skype gefunden und das Unternehmen mit der Bitte um Mitteilung der Nutzerdaten kontaktiert. Dieser Bitte sei Skype nachgekommen und habe die Nutzerdaten ausgehändigt, welche im Anschluss durch iSight Partners an die zuständigen Behörden weitergeleitet wurden. Skype habe eine freiwillige Weitergabe der Daten bestritten und erklärt, dass nur auf behördliche Anordnungen hin Daten herausgegeben werden. Es werde derzeit geprüft, wie die Daten im vorliegend geschilderten Fall trotzdem in die Hände der Geschäftspartner von iSight Partners gelangen konnten.

Kategorien: Online-Datenschutz
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