BITKOM: Branchenbefragung zu „Bring Your Own Device“

10. Oktober 2012
Aus einer Branchenbefragung unter deutschen ITK-Unternehmen des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) geht hervor, dass fast die Hälfte der Unternehmen ihren Mitarbeitern gestatten, ihre privaten Geräte mit dem Firmennetzwerk zu verbinden (sog. Bring Your Own Device, BYOD). 60 Prozent dieser Unternehmen wiederum sollen dafür spezielle Regelungen implementiert haben. Die Branchenbefragung habe außerdem ergeben, dass sich 81 Prozent der Unternehmen, die BYOD zulassen, eine höhere Mitarbeiterzufriedenheit erhoffen. 74 Prozent wiederum sollen Effizienzsteigerungen erwarten, weil die Mitarbeiter mit ihren Geräten vertraut sind. Rund 40 Prozent wünschen sich aufgrund der Gestattung von BYOD als moderner Arbeitgeber wahrgenommen zu werden.
Jedes zweite befragte Unternehmen (53 Prozent) soll hingegen private Endgeräte am Arbeitsplatz nach wie vor ablehnen, u.a. weil man erhöhten Wartungsaufwand und Sicherheitsprobleme befürchtet.
„Bevor Unternehmen ihren Mitarbeitern die Nutzung privater Geräte am Arbeitsplatz erlauben, sollten sie klare Regeln aufstellen – insbesondere zur Datensicherung und dem Verhalten bei Verlust des Geräts“, so Herbert Merz vom BITKOM-Präsidium. Mit einem sogenannten Mobile Device Management (MDM) sei es Unternehmen möglich, zentral Mobilgeräte verwalten. Somit könne der Administrationsaufwand deutlich verringert werden, indem etwa Sicherheits-Updates zentral verteilt und Backups angelegt werden. Jedenfalls sollten sich Arbeitgeber mit der Nutzung privater Endgeräte am Arbeitsplatz „aktiv auseinandersetzen“.