Schlagwort: Verschlüsselungs-Software

Verschlüsselung leicht gemacht?

18. Juni 2014

Die Firma Praemandatum aus Hannover stellte am vergangenen Mittwoch eine Alpha-Version für Entwickler ihrer neuen Verschlüsselungsplattform“Quabel“ vor, einer quelloffenen und kostenfreien Software, mit der beispielsweise ein sicheres Verschicken von Mails, das Teilen von Fotos und Chatten möglich sein soll.

Ihre Erfinder nennen die Software ein „schlüsselfertiges Ökosystem mit echtem Datenschutz“. Qabel soll die Verschlüsselung von Daten salonfähig machen und somit Schutz vor den Einblicken von Geheimdiensten und Internetprovidern bieten. Einmal auf dem Rechner installiert, soll Qabel unauffällig im Hintergrund werkeln und nach Möglichkeit alle Daten, die das Gerät verlassen, verschlüsseln, so ein Bericht von Spiegel Online. Die erste Entwicklerversion enthält bis dato eine Adressbuch-, Chat- und Filesharing-Funktion. Als nächstes sind ein E-Mail-Programm und ein Kalender geplant. Für die nicht kommerzielle Nutzung wird Qabel kostenlos sein, für zusätzliche Funktionen, wie das Hosting auf dem eigenen Server, fallen allerdings Kosten an.

Weder für die Qabel-Anbieter noch für die Internetprovider wird es eine Möglichkeit geben, die Daten auf dem Transportweg mitzulesen. Denn Qabel nutzt eine vollständige Ende-zu-Ende-Verschlüsselung: Alle Daten werden auf dem Rechner des Senders verschlüsselt und können erst vom Empfänger wieder entschlüsselt werden.

Allerdings dürfte das größte Problem für Qabel jedoch die Verbreitung der Software sein. Wer sicher mit anderen Menschen kommunizieren möchte, landet unweigerlich bei dem bekannten Problem: Zu einer erfolgreichen Verschlüsselung ist es erforderlich, dass Sender und Empfänge müssen dieselbe Software nutzen, andernfalls sind die Inhalte nicht lesbar. Wie auch ZEIT-Online feststellt, muss Qabel also noch viel Überzeugungsarbeit leiste, um eines Tages den Weg aus der Nische zu schaffen.

TrueCrypt: Verwendung unsicher?

4. Juni 2014

TrueCrypt ist ein Open-Source-Programm und wird zur Verschlüsselung eingesetzt. Das Programm dient etwa der Verschlüsselung von Daten-Containern sowie der Verschlüsselung von kompletten Festplatten-Partitionen. Letztlich ließe sich sogar das komplette System vom Anwender verschlüsseln. Wie jetzt auf der offiziellen Seite der Entwickler von TrueCrypt bekannt gegeben wurde, sei das Programm aufgrund bestehender Sicherheitslücken nicht mehr sicher. Die zum Download angebotene Softwareversion 7.2 wird wohl lediglich zur Entschlüsselung bereitgestellt. Ob die genannten Sicherheitslücken jedoch tatsächlich bestehen, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht mit Gewissheit gesagt werden. Den Anwendern wird jedenfalls empfohlen, die Softwareversion 7.2 nicht zu downloaden. Den Anwendern stehen jedoch eine Vielzahl weiterer Programme zur Verfügung, wie u.a. BitLocker von Microsoft oder DiskCryptor als Open-Source-Alternative.