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Probleme mit Apples Mail-App

4. Mai 2020

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat in einer Stellungnahme vom 24.04.2020 dazu geraten die iOS Applikation „Mail“ von Apple zu löschen oder zumindest die Synchronisation mit den eigenen Postfächern abzuschalten. Die Schwachstelle wird als „besonders kritisch“ eingestuft und ist bislang nicht geschlossen.

Das US-amerikanische Unternehmen ZecOps hatte während einer Untersuchung eine Sicherheitslücke entdeckt, welche es Hackern ermöglichen könnte auf Mail-Inhalte zuzugreifen, diese zu ändern oder zu löschen. Hierzu genüge es bereits, wenn der Nutzer eine Mail mit dem Schadcode der Hacker öffne. Unter der neuesten Betriebssystemversion iOS 13 müsse der Nutzer die Mail garnicht erst öffnen. Hier genüge es sogar die Mail zu empfangen.

Laut ZecOps lassen erste Hinweise darauf schließen, dass entsprechende Angriffe bereits stattgefunden haben. Nach Angaben des BSI betrifft die Sicherheitslücke tausende Verbraucher, Behörden und Unternehmen. Nicht betroffen ist hingegen die Mail-App in macOS.

Laut Apple besteht keine Gefahr

Apple hat die Sicherheitslücke untersucht und gibt an, es bestehe keine Gefahr für die Nutzer des Programms. Es treffe zwar zu, dass die Mail App entsprechende Probleme aufweise, die in iPhones und iPads integrierten Sicherheitsvorkehrungen reichen aber vollkommen aus um diese Sicherheitslücke zu schließen. Zudem konnte Apple keinen Beweis für das Ausnutzen der Sicherheitslücke feststellen.

Sicherheitslücke noch nicht geschlossen

Für App-Nutzer ist es daher nicht ganz klar, auf welche Informationen sie sich nun stützen sollten. Ratsam ist es den Empfehlungen des BSI zu folgen, bis Apple ein neues Patch zur Behebung der Fehler zur Verfügung gestellt hat.

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