Schlagwort: Email-Adresse

Eingabe von falscher E-Mail-Adresse stellt keinen Datenschutzverstoß dar

13. Oktober 2021

Die norwegische Datenschutzbehörde äußerte sich vor kurzem, dass ein Unternehmen, das eine Email mit persönlichen Daten an eine falsche Email Adresse geschickt hatte, keinen Datenschutzverstoß begangen hatte.

Was war passiert?

Der Betroffene hatte sich bei der norwegischen Behörde gemeldet, nachdem seine Kaufbestätigung und Rechnung an eine andere Email-Adresse als die seine versandt wurden. Die Email-Adresse des tatsächlichen Empfängers gehörte einem anderen Kunden des Unternehmens und war bis zum „@“ identisch mit der des Betroffenen. Der Betroffene ging deshalb von einer unternehmensinternen Verwechslung aus und machte diese als Verstoß gegen die DSGVO geltend. Weiterhin kontaktierte er wiederholt das Unternehmen, um die Verwechslung anzuzeigen und seine Daten korrigieren zu lassen.

Wie äußerte sich die Datenschutzbehörde?

Die Datenschutzbehörde geht davon aus, dass in dem ursprünglichen Versand der Email kein Verstoß gegen die DSGVO zu sehen ist. Vielmehr schien der Betroffene selbst seine Email-Adresse falsch eingegeben zu haben. Jedoch kritisierte die Behörde, dass das Unternehmen auf die wiederholten Versuche zur Kontaktaufnahme durch den Betroffenen nicht reagierte. So dauerte es mehr als 6 Monate, bis eine Korrektur der Email-Adresse vorgenommen wurde. Dies kritisierte die Behörde vor allem mit Blick auf die einmonatige Frist, die sich aus Art. 12 Abs. 3 DSGVO ergibt und sah hierin einen Verstoß gegen die DSGVO. Maßnahmen ergreift die Behörde keine, sie weist aber auf ihre Protokollierung solcher Fälle hin.

Facebook: Überschreiben von Email-Adressen auf User-Smartphones

12. Juli 2012

Wie bereits im Datenschutzticker thematisiert, änderte das Social-Network Facebook Ende Juni ohne Wissen seiner User deren primär in ihrem Profil angezeigte Email-Adresse. Dies führte, wie das Online Portal theverge.com nach einem Telefonat mit Facebook´s Director of Engeneering Andrew Bosworth aus erster Hand berichtete, auch zu teilweise erheblichen Problemen auf den Smartphones diverser Nutzer. Im Zuge der automatisierten Synchronisation zwischen der Facebook-App und dem smartphone-internen Adressbuch sei es zu unbeabsichtigten Überschreibungen vorhandener Email-Einträge in den Adressbüchern gekommen. Facebook sei jedoch im Begriff diesen Fehler zu beheben. An der grundsätzlichen Vorgehensweise der Email-Adress-Änderung will Facebook jedoch trotz der Kritik weiter festhalten.

 

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Facebook: Eigenständige Änderung der angezeigten Email-Adressen im User-Profil

3. Juli 2012

Facebook arbeitet weiter intensiv an seiner Rolle als Hauptverkehrskreuzung jeglicher medialer Handlungen seiner Nutzer, nicht selten ohne deren Wissen. Neuestes Beispiel für das Streben sich neben der Rolle als soziales Netzwerk auch als Email- und Nachrichtendienst in den Vordergrund zu schieben ist die Neuerung bei Facebook, die von den Nutzern angegebenen und in deren Profil angezeigten privaten Email-Adressen gegen facebookeigene Email-Adressen auszutauschen. Zwar bleiben die privaten Emailadressen im Account gespeichert, standardmäßig wird jedoch nur noch die Email-Adresse des Facebook-Accounts angezeigt, was nach Angaben des Unternehmens der Vereinheitlichung dienen soll.

Kritiker vermuten, dass Facebook so dem Konkurrenzdruck im Bereich der Kurznachrichten und Emails Folge leisten will  und dieses Vorgehen ein Indiz für ein Drängen auf die Vormachtstellung sein könnte. Kritisch wird außerdem erachtet, dass der Nutzer  uninformiert auf der Strecke bleibe, u.a. auch weil er lediglich die Möglichkeit habe, die Umstellung rückgängig zu machen, nicht jedoch die Umstellung aktiv umzusetzen (Opt-In).

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