BSI/Polizei: Warnung vor Windows-Verschlüsselungs-Trojaner

31. Juli 2012

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) warnen vor einer neuen besonders „dreisten“ Schadsoftware („Windows-Verschlüsselungs-Trojaner“), mittels derer Kriminelle versuchen, PC-Nutzer zu Geldzahlungen zu nötigen.

Die Schadsoftware, die bereits seit 2011 bekannt sei, jedoch in immer neueren Varianten auftrete, werde bundesweit über Spam-Mails verbreitet. In den Spam-Mails würden die angeschriebenen Personen beispielsweise im Namen einer Staatsanwaltschaft im Bundesgebiet oder im Namen von weiteren Behörden oder bekannten Unternehmen dazu verleitet, die beigefügten Anhänge zu öffnen. Beim Öffnen des Anhangs werde allerdings der PC verschlüsselt und Geld gefordert. Auch nach Bezahlen der Forderung – in der Regel handele es sich um Beträge von 50-100 Euro per Paysefecard oder Ukash – werde die Sperrung jedoch nicht aufgehoben, sondern sämtliche Dateien auf dem PC blieben so verschlüsselt, dass auch die Wiederherstellung mit einer Rettungs-CD („Rescue Disk“) nur teilweise erfolgreich sei.

Das BSI und die ProPK raten allen Betroffenen, die geforderte Gebühr nicht zu bezahlen, sondern umgehend Anzeige bei der nächstgelegenen Polizeidienststelle zu erstatten.