Klage gegen Google wegen unzulässiger Tracking-Aktivität

17. Juli 2020

In Kalifornien wurde durch die US-amerikanische Anwaltskanzlei Boies Schiller Flexner eine Klage gegen Google eingereicht.
Google wird vorgeworfen, Smartphone-Nutzer ohne deren Einwilligung getrackt zu haben. Über Google-Firebase, eine Entwicklungs-Plattform für Apps und Webanwendungen, sollen Daten gesammelt worden sein. Die Anwendung von Google-Firebase in einer App ist üblicherweise für die App-Nutzer nicht ersichtlich.

Wie es in der Klage weiterhin heißt, fängt Google insbesondere Daten über die Nutzung der App, sowie persönliche Daten des App-Nutzers und dessen Kommunikation ab. Android-Nutzer willigen üblicherweise bei einer Neu-Registrierung für ein Google-Konto darin ein, dass ihre Smartphone-Aktivitäten zur Verbesserung des Angebots an Google gesendet werden dürfen. In den Google-Einstellungen besteht die Möglichkeit, diese Einwilligung später zu widerrufen. Hierzu kann der Smartphone-Nutzer unter dem Menüpunkt „Web & App Activity“ („Nutzung & Diagnose“) das Tracking ausschalten. Entgegen der Angaben von Google hierzu, sollen trotz Ausschaltens des Trackings über Firebase Daten gesammelt und an Server von Google gesendet werden.
Google soll die gesammelten Daten verwenden, um Produkte zu verbessern und Anzeigen und andere Inhalte für die Verbraucher zu personalisieren.

Im Rahmen der eingereichten Klage fordert die Kanzlei Boies Schiller Flexner hierfür eine Summe in Höhe von fünf Milliarden Dollar.
Google selbst hat hinsichtlich der Vorwürfe bisher kein offizielles Statement veröffentlicht. Eine Entscheidung durch das Gericht wird innerhalb der nächsten Monate erwartet.