Zoom will Sammelklage mit Millionenzahlung beilegen

4. August 2021

In mehreren Klagen sieht sich der Videokonferenzanbieter Zoom Vorwürfen ausgesetzt, einerseits gegen Datenschutzvorgaben zu verstoßen und andererseits nicht genug gegen sog. „Zoombombing“ unternommen zu haben. Mit der Zahlung von 85 Millionen Dollar will Zoom diese Sammelklagen jetzt außergerichtlich erledigen. Aus Gerichtsdokumenten geht hervor, dass Zoom kein Fehlverhalten eingesteht. Der Vergleich muss noch von der zuständigen US-Bezirksrichterin angenommen werden.

Der Vorwurf, gegen Datenschutzvorgaben verstoßen zu haben, beruht auf der Weitergabe von personenbezogenen Daten der Nutzer an Facebook, LinkedIn und Google. Unter „Zoombombing“, dem anderen Vorwurf, versteht man das Zuschalten von fremden Personen mit dem Ziel, die Videokonferenz zu stören. Nutzer sind hierbei zum Teil schwer beleidigt worden. Um diese Störungen zu vermeiden, hat Zoom bereits im vergangenen Jahr mit Codes das zufällige Zuschalten zu fremden Videokonferenzen erheblich erschwert.

Ursprünglich war Zoom eine Anwendung, die hauptsächlich von Unternehmen genutzt wurde. Im Rahmen der Corona-Pandemie vergrößerte sich der Nutzerkreis stetig, sodass auch Home Office und Home Schooling über Zoom organisiert wurde bzw. wird.