Mutmaßlicher Angriff auf iCloud von Apple: Dutzende Nacktbilder von US-Stars im Netz

1. September 2014

Heise-Online zufolge seien am Sonntag Dutzende Nacktfotos von weiblichen US-Stars ins Netz gestellt worden sein. Die Promis seien Opfer eines Hackerangriffs geworden, der seinen Ursprung in Angriffen auf Apples Speicherdienst iCloud gehabt haben soll.

Bereits vor zwei Jahren sei ein Hacker nach mehreren Cyberattacken auf US-Stars zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt worden. Dieser Mann habe ein knappes Jahr lang mehr als 50 Opfer ausspioniert, wobei er nicht nur auf ihre Konten zugegriffen habe, sondern auch auf private Fotos und Informationen und diese anschließend im Internet  verbreitet habe. Die veröffentlichten Fotos hätten die US-Stars teilweise mit einer Handy-Kamera vor dem Spiegel aufgenommen. Nach Heise seien auch die gestern veröffentlichten Fotos größtenteils mit dem Handy, insbesondere dem iPhone, aufgenommen worden. Dies habe auch die Schauspielerin Mary Elizabeth Winstead bestätigt, die getwittert habe „Ich habe die Fotos vor langer Zeit gelöscht. Das muss ein unheimlicher Aufwand gewesen sein.“ Andere betroffene Promis hätten hingegen verlauten lassen, dass die Fotos ein Fake sei.

Wie die Bilder tatsächlich ins Netz gelangt seien, konnte abschließend bisher nicht festgestellt werden. Einem Bericht von The Verge zu Folge stammen die Daten von den iCloud-Accounts der Künstlerinnern.

Bei dem letzten Hackerangriff vor zwei Jahren habe der Angreifer auf schlichte Social-Engineering-Tricks gesetzt und schlichte Sicherheitsfragen erraten, so Heise. Sicherheitslücken bei iCloud seien jedoch bisher nicht bekannt, so dass unklar sei, ob dies auch diesmal der Grund ist. Es würden jedoch Proof-Of-Concept-Tools für Brute-Force-Angriffe kursieren. Daher biete Apple auch seit längerem für die iCloud eine Zwei-Faktor-Authentifizierung an, die man auch nutzen sollte.