Schlagwort: Emotet

Nach Hacker-Angriff: Uni Gießen nimmt Normalbetrieb wieder auf

7. Januar 2020

Nachdem Anfang Dezember 2019 bei der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) ein Hackerangriff auf die IT-Infrastruktur entdeckt wurde und seitdem alle Server abgeschaltet worden waren, nimmt die Universität nun wieder ihren Normalbetrieb auf. Bei dem Angriff handelte es sich vermutlich um die Malware Emotet. Die Lehrplattform Stud.IP, die Homepage, das Prüfungsverwaltungssystem sowie die digitalen Systeme der Universitätsbibliothek gingen oder sollen in Kürze wieder online gehen.

Im Rahmen der Wiederherstellungsarbeiten wurden bereits rund 60 Prozent der Studierenden-Passwörter neu vergeben – insgesamt wurden 38.000 Passwörter zurückgesetzt. Der Zugriff auf interne Windowslaufwerke soll im Februar erfolgen.

Durch das frühzeitige Herunterfahren aller Universitätsserver konnte ein Verlust aller wissenschaftlichen Daten und die Datenbestände verhindert werden, versichert ein Sprecher der Hochschule.

Emotet- Die gefährliche Schadsoftware

7. Dezember 2018

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat in den letzten Tagen häufig Meldungen von IT-Sicherheitsvorfällen erhalten, die im Zusammenhang mit der Schadsoftware Emotet stehen. Betroffene leiden unter Ausfällen der kompletten IT-Sicherheitsstruktur, die die Geschäftsprozesse erheblich einschränken und Schäden in Millionenhöhe nach sich ziehen.

Das BSI hat aus aktuellem Anlass neue umfassende Sicherheitsmaßnahmen empfohlen. Angepasst an die Zielgruppen Unternehmen und Privatanwender sind diese auf den Webseiten des BSI abrufbar unter https://www.allianz-fuer-cybersicherheit.de/ACS/emotet und https://www.bsi-fuer-buerger.de/BSIFB/emotet.

Mithilfe des sogenannten „Outlook-Harvesting“ ist Emotet in der Lage, authentisch aussehende Spam-Mails zu verschicken. Die Schadsoftware liest Kontaktbeziehungen und seit einigen Wochen auch E-Mail-Inhalte aus den Postfächern bereits infizierter Systeme aus. Weiterhin verfügt Emotet über die Möglichkeit weitere Schadsoftware bei bereits infizierten Systemen nachzuladen. Dadurch haben Angreifer Zugriff auf Zugangsdaten und erhalten einen vollständigen Remotezugriff auf das System.

Insbesondere der Banking-Trojaner „Trickbot“ wurde zuletzt nachgeladen, der sich u.a. über das Auslesen von Zugangsdaten (Mimikatz) und SMB-Schwachstellen (Eternal Blue/Romance) selbstständig in einem Netzwerk ausbreiten kann.