Smarte Lautsprecher datenschutzrechtlich bedenklich

27. März 2019

Lautsprecher mit Sprachassistenten können nützlich sein, sind aber zugleich sehr neugierig. Wer smarte Boxen nutzt, gibt eine Menge Daten von sich preis und kann sich nicht sicher sein, was mit seinen Daten tatsächlich passiert.

Stiftung Warentest hat daher zahlreiche smarte Lautsprecher, auf denen Amazons Alexa, Google Assistent oder Siri von Apple liefen, stichprobenartig getestet und konnte keines der 18 untersuchten Geräte mit einer besseren Note als „befriedigend“ bewerten.

Das Fazit der Warentester fällt damit nicht besonders gut aus. Wer so einen Dienst intensiv nutzt, gebe „einen gehörigen Teil seiner Privatsphäre auf“, heißt es im Bericht.

Zum einen seien die Datenschutzerklärungen nicht transparent genug, sodass man nicht erkennen kann, was tatsächlich mit den Daten geschieht. Diese seien viel zu lang, oft unklar formuliert und verschweigen etwa bestimmte Nutzerrechte. Die Experten kritisieren hier, dass der europäische Datenschutz nicht angemessen umgesetzt werde. Daher die reihenweise Abwertung in den Noten.

Der Warentester rät: Wenn Privatsphäre und Datenschutz geschätzt werden, sollte auf den Einsatz dieser digitalen Helfer verzichtet werden. Sieht man hingegen in der Nutzung der smarten Lautsprecher eher die Vorteile einer guten Sprachbedienung, muss man im Rahmen des Datenschutzes eben Abstriche machen.

Die beiden von Amazon selbst produzierten Boxen Echo Plus (Note 3,1; rund 150 Euro) und Echo (Note 3,2; rund 100 Euro), die mit Alexa bedient werden, schnitten am besten ab. Dicht dahinter kommt die One von Sonos (Note 3,3; 205 Euro). Bei den Boxen, die mit Google Assistent bedient werden, schnitten die JBL Link 20 (172 Euro) und der Onkyo Smart Speaker G3 VC-GX30 (86 Euro) mit der Note 3,4 am besten ab. Das Homepad von Apple mit Siri (330) erreichte lediglich eine Note von 3,7.

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