Kategorie: Hackerangriffe

Experten warnen vor einer erhöhten Gefahr von Cyberattacken in der Corona- Krise

26. März 2020

Laut IT-Sicherheitsexperten machen sich Kriminelle die momentanen Sorgen und Ängste von Nutzern, hinsichtlich des Coronavirus, zu Nutze.

Demnach würden Kriminelle unter anderem gefälschte E-Mails zu Coronavirus-Themen im Namen der Weltgesundheitsorganisation WHO oder im Namen von Hotelketten, Fluggesellschaften und Fitnessstudios verschicken. Ziel sei es, an die Passwörter der Nutzer zu gelangen.                 Mit Anklicken der in den E-Mails enthaltenen Links werde der Nutzer auf eine Pishing-Seite weitergeleitet oder es lade sich eine Schadsoftware im Hintergrund.

Aber auch das von vielen Arbeitgebern im Zuge der Corona-Krise angesetzte Homeoffice berge laut den Experten große Risiken. Da viele Arbeitscomputer nun dauerhaft außerhalb der Firmennetzwerke liefen, seien diese auch nicht mehr so gut geschützt. Die Experten empfehlen daher Arbeitgebern, die Ihren Mitarbeitern einen Fernzugriff auf das Firmennetzwerk ermöglichen, den Zugang mit einer Zwei-Faktor-Authentifizierung abzusichern – lesen Sie in diesem Zusammenhang auch gerne unseren Beitrag aus der Themenreihe.

Vor allem aber bestehe für öffentliche Gesundheitseinrichtungen ein hohes Risiko, Opfer von Cyberangriffen zu werden. Insbesondere Krankenhäuser seien ein beliebtes Ziel für Attacken mit sogenannten Erpresserprogrammen, die die IT-Systeme verschlüsseln und anschließend ein Lösegeld fordern. Für einige Kriminelle sei gerade die Corona-Krise ein großer Anreiz um Krankenhäuser anzugreifen.

Cyberangriff bei der Stadt Potsdam?

23. Januar 2020

Laut Pressemitteilung vom 22.01.2020 könnte die Landeshauptstadt Potsdam Opfer eines Cyberangriffs geworden sein. Infolgedessen wurde der Server der Verwaltung vor etwa 48 Stunden offline gestellt.

Der Oberbürgermeister Mike Schubert erklärte: „Wir haben unsere Systeme aus Sicherheitsgründen offline gestellt, weil wir von einer illegalen Cyberattacke ausgehen müssen“. Weiterhin versicherte er: „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, dass die betroffenen Systeme der Verwaltung baldmöglichst wieder eingeschaltet werden und wir wieder sicher arbeiten können. Bis dahin bitten wir um Geduld bei allen Anliegen, die die Bürgerserviceeinrichtungen betreffen“.

Hintergrund für die Vermutung eines Cyberangriffs waren laut Schubert „zahlreiche Ungereimtheiten“, die in den letzten 2 Tagen in den zentralen Netzzugängen festgestellt worden sind.  Angeblich wurde, aufgrund einer „Schwachstelle im System eines externen Anbieters“, von außen versucht unberechtigt Daten vom Server der Stadt Potsdam abzurufen. Zusätzlich wurde probiert eine Schadstoffsoftware zu installieren.

Über das Ausmaß der Schäden kann zurzeit noch keine Aussage getroffen werden. Die It-Experten untersuchen momentan die Systeme, versuchen sie wiederherzustellen und die Datensicherheit zu gewährleisten. Die Stadt Potsdam hat Anzeige gegen Unbekannt gestellt und die Landesbeauftragte für den Datenschutz und für das Recht auf Akteneinsicht (LDA) Brandenburg informiert. Die Verwaltungsvorgänge sind zurzeit stark eingeschränkt. Die Verwaltung ist nicht mehr per E-Mail, sondern nur noch telefonisch erreichbar.

Nach Hacker-Angriff: Uni Gießen nimmt Normalbetrieb wieder auf

7. Januar 2020

Nachdem Anfang Dezember 2019 bei der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) ein Hackerangriff auf die IT-Infrastruktur entdeckt wurde und seitdem alle Server abgeschaltet worden waren, nimmt die Universität nun wieder ihren Normalbetrieb auf. Bei dem Angriff handelte es sich vermutlich um die Malware Emotet. Die Lehrplattform Stud.IP, die Homepage, das Prüfungsverwaltungssystem sowie die digitalen Systeme der Universitätsbibliothek gingen oder sollen in Kürze wieder online gehen.

Im Rahmen der Wiederherstellungsarbeiten wurden bereits rund 60 Prozent der Studierenden-Passwörter neu vergeben – insgesamt wurden 38.000 Passwörter zurückgesetzt. Der Zugriff auf interne Windowslaufwerke soll im Februar erfolgen.

Durch das frühzeitige Herunterfahren aller Universitätsserver konnte ein Verlust aller wissenschaftlichen Daten und die Datenbestände verhindert werden, versichert ein Sprecher der Hochschule.

Datenleck bei OnePlus

25. November 2019

Der chinesische Smartphone-Hersteller OnePlus räumt zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren eine Datenpanne ein. Das Sicherheitsteam des Unternehmens hat im OnePlus-Forum veröffentlicht, dass Unbefugte über einen unbekannten Zeitraum auf Kundendaten zugreifen konnten. Auch Käufer aus Deutschland sollen betroffen sein.

OnePlus teilt mit, dass der Name, die Kontaktnummer, die E-Mail-Adresse und die Lieferadresse bestimmter Benutzer möglicherweise offengelegt wurden. Das Unternehmen versichert jedoch, dass Zahlungsinformationen, Passwörter und Accounts sicher seien. Die Betroffenen seien per E-Mail über den Vorfall informiert worden. OnePlus schreibt im Online-Forum, dass als Folge dieses Sicherheitsvorfalls Betroffene möglicherweise Spam- und Phishing-E-Mails erhalten. Es bleibt noch unbekannt, wie viele Kunden betroffen sind und wie lange Unbefugte die Daten abgreifen konnten.

In seiner Bekanntmachung bittet das Unternehmen um Entschuldigung und verspricht, dass OnePlus weitere Maßnahmen ergreifen will, um den Schutz der Kundendaten zu verbessern. Dabei wird das Unternehmen im nächsten Monat mit einer Sicherheitsplattform zusammenarbeiten, um die Datensicherheit zu verbessern.

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Angriff durch Hacker bei Conrad Electronic

19. November 2019

Hackern war es möglich, sich durch eine Sicherheitslücke des Servers des Versandunternehmens Conrad Electronics Zugang auf ca. 14 Millionen Kundendatensätze in einer Elasticsearch-Datenbank zu verschaffen.

Kreditkarteninformationen oder Kundenpasswörter seien zwar nicht davon betroffen, jedoch Postadressen, E-Mail Adressen, Telefonnummern sowie bei einem Fünftel der Datensätze Bankverbindungen (IBANs). Die Conrad Electronics-Gruppe habe bereits Strafanzeige beim Landeskriminalamt erstattet sowie das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht informiert.

Einen Hinweis, dass die Daten zu einem Missbrauch führten gäbe es bislang nicht, teilte die Conrad Electronic SE mit, jedoch bittet das Unternehmen um Vorsicht, falls Kunden E-Mails mit unsauberen Anhängen erhalten sollten. Um den Kunden entgegen kommen zu können wurde eine Seite eingerichtet auf der Informationen zum Vorfall bereitstehen und Fragen gestellt werden können.

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Darknet-Server durch LKA beschlagnahmt

27. September 2019

Am Donnerstag Abend wurde ein Darknet-Rechenzentrum in Rheinland-Pfalz durch das LKA gestürmt. Deutschen Ermittlern gelang dadurch ein erheblicher Schlag gegen die internationale Cyberkriminalität.

Mehrere Hundert Einsatzkräften gelang es sieben Tatverdächtige festzunehmen, darunter auch die vermeintlichen Betreiber des illegalen Rechenzentrums. Ein dort gelagerter Server wurde durch das LKA direkt vom Netz genommen.

Ein Sprecher des LKA erklärte, dass gegen die festgenommenen Personen wegen Waffenhandels, Drogenhandels und allem anderen was im Darknet verbreitet wird, ermittelt würde. Dem Einsatz des LKA gingen mehrere Jahre Ermittlungsarbeit voraus. Von dem genannten Rechenzentrum aus wurde außerdem der weltweit zweitgrößte Darknet-Marktplatz „Wall Street Market“ betrieben, welcher bereits im Frühjahr zerschlagen werden konnte. Über den Darknet-Markplatz wurden ausgespähte Daten, gefälschte Dokumente und Schadsoftware gehandelt sowie ein Angriff auf ca. eine Millionen Telekom-Router im Jahr 2016 ausgeführt.

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Sicherheitsvorfall bei Hostinger

26. August 2019

Als Folge eines Sicherheitsvorfalls, durch welchen Unbekannte Zugriff auf eine Kundendatenbank des Webhosters Hostinger erlangten, ließ dieser die Passwörter von 14 Millionen Kunden zurücksetzen.

Laut Hostinger konnten Daten wie Datenbank Namen, E-Mail- , IP-Adressen und Kennwörter eingesehen werden. Bankdaten blieben davor jedoch geschützt, da diese auf einem externen Server hinterlegt sind. Die Kennwörter sind zwar durch einen SHA-1 geschützt worden, jedoch gilt dieser Hash-Algorithmus als sehr unsicher.

Die Nutzer welche sich nun wieder in Ihren Account einloggen wollen, müssen ein neues Passwort vergeben. Der Webhoster bat seine Kunden bei der Vergabe neuer Passwörter darauf zu achten, dass diese nicht bereits bei einem anderen Online-Service genutzt werden.

Zukünftig will Hostinger eine Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) einrichten um die Accounts seiner Kunden besser zu schützen.

Datenschutzvorfall bei „Biostar 2“

19. August 2019

Medienberichten zufolge haben Hacker aus Israel eine Datenbank aufgespürt, in der circa eine Millionen Fingerabdrücke sowie andere biometrische Daten nahezu ungeschützt abgelegt sind.

Ausweislich des Berichtes handelt es sich hierbei um eine Datenbank für die Software „Biostar 2“. Diese wird von dem koreanischen Unternehmen Suprema Inc. entwickelt und verkauft. Mittels dieser Software wird Unternehmen die Verwaltung der Zugangskontrolle mittels intelligenter Türschlösser ermöglicht. Zu diesem Zweck werden beispielsweise Fingerabdrücke oder sonstige biometrische Daten im System hinterlegt.

Der Vorfall bezöge sich auf mehr als 27 Millionen Datensätze sowie 23 Gigabyte Daten. Diese seien durch Kunden durch lediglich unzureichende Passworte, wie beispielsweise „abcd1234“, gesichert worden. Darüber hinaus seien von Unternehmensseite ebenfalls unzureichende Maßnahmen die zur Sicherung der Daten vorgenommen worden.

Aus datenschutzrechtlicher Perspektive ist die Vertraulichkeit personenbezogener Daten elementar wichtig. Dies zeigt bereits, dass Integrität und Vertraulichkeit personenbezogener Daten einer der Grundsätze für jede Datenverarbeitung im Sinne der DSGVO ist (vgl. Art. 5 Abs. 1 lit f) DSGVO).

Datenleck bei Foto-Sharing-Plattform

31. Mai 2019

Bei der Foto-Sharing-Plattform Theta360.com kam es zu einer Datenpanne, durch welche Dritte über 11 Millionen öffentliche sowie private Fotos der Nutzer abrufen konnten.

Die Plattform bildet einen weiteren Geschäftszweig des japanischen Elektronikkonzerns welcher vorwiegend 360-Grad-Kameras vertreibt. Das Unternehmen bietet seinen Kunden mittels der Plattform die Möglichkeit eigene Fotos hochzuladen, öffentlich zu teilen und zu kommentieren. Um die Privatsphäre der Nutzer zu ermöglichen, können diese darüber entscheiden, ob Ihre Fotos öffentlich oder nur für Freunde sichtbar sind.

Die Datenpanne kam durch eine Gruppierung von White Hat-Hackern ans Licht, welchen die offene Benutzerdatenbank in Theta360 aufgefallen ist.  Durch das Einfügen der UUID von Fotos in die betreffende Elasticsearch-Datenbank war es in einigen Fällen sogar möglich die Benutzernamen der Datenbanken mit den entsprechenden Social Media Accounts zu verknüpfen.

Das Datenleck wurde inzwischen behoben, jedoch ist noch nicht bekannt, ob Dritte die Schwachstelle ausgenutzt haben und ob eine entsprechende Meldung der Datenpanne gemäß der DSGVO an die Aufsichtsbehörde abgesetzt wurde.

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Hacker nutzen Lücke bei WhatsApp

14. Mai 2019

Durch eine Sicherheitslücke bei WhatsApp konnte sich eine Überwachungssoftware auf Smartphones installieren. Hinter der Angriffs-Technologie wird die israelische Firma NSO vermutet, berichtet die New York Times.

Der Chatdienst WhatsApp hat eine Sicherheitslücke geschlossen, durch die eine Überwachungssoftware auf Smartphones installiert werden konnte. Die Geräte konnten mit einem präparierten WhatsApp-Anruf infiziert werden, da die Schwachstelle in der Umsetzung der Internet-Telefonie lag.

WhatsApp erfuhr nach eigenen Angaben Anfang Mai von dem Problem und schloss die Lücke innerhalb weniger Tage. Betroffen waren laut einem technischen Hinweis sowohl Smartphones mit Googles Android-System als auch Apples iPhones, Telefone mit Microsofts Windows Phone und Samsungs Tizen. Auch die US-Regierungsbehörden wurden in die Ermittlungen eingeschaltet.

Der Facebook-Konzern, zudem WhatsApp gehört, empfiehlt Nutzern dringend, App und Betriebssystem auf den neusten Stand zu bringen.

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