Kategorie: Hackerangriffe

Datenleck bei Foto-Sharing-Plattform

31. Mai 2019

Bei der Foto-Sharing-Plattform Theta360.com kam es zu einer Datenpanne, durch welche Dritte über 11 Millionen öffentliche sowie private Fotos der Nutzer abrufen konnten.

Die Plattform bildet einen weiteren Geschäftszweig des japanischen Elektronikkonzerns welcher vorwiegend 360-Grad-Kameras vertreibt. Das Unternehmen bietet seinen Kunden mittels der Plattform die Möglichkeit eigene Fotos hochzuladen, öffentlich zu teilen und zu kommentieren. Um die Privatsphäre der Nutzer zu ermöglichen, können diese darüber entscheiden, ob Ihre Fotos öffentlich oder nur für Freunde sichtbar sind.

Die Datenpanne kam durch eine Gruppierung von White Hat-Hackern ans Licht, welchen die offene Benutzerdatenbank in Theta360 aufgefallen ist.  Durch das Einfügen der UUID von Fotos in die betreffende Elasticsearch-Datenbank war es in einigen Fällen sogar möglich die Benutzernamen der Datenbanken mit den entsprechenden Social Media Accounts zu verknüpfen.

Das Datenleck wurde inzwischen behoben, jedoch ist noch nicht bekannt, ob Dritte die Schwachstelle ausgenutzt haben und ob eine entsprechende Meldung der Datenpanne gemäß der DSGVO an die Aufsichtsbehörde abgesetzt wurde.

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Hacker nutzen Lücke bei WhatsApp

14. Mai 2019

Durch eine Sicherheitslücke bei WhatsApp konnte sich eine Überwachungssoftware auf Smartphones installieren. Hinter der Angriffs-Technologie wird die israelische Firma NSO vermutet, berichtet die New York Times.

Der Chatdienst WhatsApp hat eine Sicherheitslücke geschlossen, durch die eine Überwachungssoftware auf Smartphones installiert werden konnte. Die Geräte konnten mit einem präparierten WhatsApp-Anruf infiziert werden, da die Schwachstelle in der Umsetzung der Internet-Telefonie lag.

WhatsApp erfuhr nach eigenen Angaben Anfang Mai von dem Problem und schloss die Lücke innerhalb weniger Tage. Betroffen waren laut einem technischen Hinweis sowohl Smartphones mit Googles Android-System als auch Apples iPhones, Telefone mit Microsofts Windows Phone und Samsungs Tizen. Auch die US-Regierungsbehörden wurden in die Ermittlungen eingeschaltet.

Der Facebook-Konzern, zudem WhatsApp gehört, empfiehlt Nutzern dringend, App und Betriebssystem auf den neusten Stand zu bringen.

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Hacker erpressen Citycomp

7. Mai 2019

Hacker sind offenbar in das deutsche Internet-Infrastrukturunternehmen Citycomp eingebrochen, das Dienstleistungen für viele große und weltweit tätige Unternehmen, wie beispielsweise Toshiba, Airbus, Oracle, Ericsson, Leica, UniCredit, British Telecom, Hugo Boss, NH Hotel Group und Kaufland, anbietet.

Laut Bericht des US-Portal „Motherboard“ seien dabei umfangreiche Daten von Citycomp-Kunden erbeutet worden. Das Portal beruft sich auf Angaben von Michael Bartsch, Geschäftsführer von Deutor Cyber Security Solutions, der von Citycomp ermächtigt worden sei, über den Fall zu sprechen.

Volkswagen untersuche derzeit ein Online-Datenleck das bei seinem Zulieferer Citycomp zu verantworten sei, bestätigte der Automobilkonzern auf Anfrage. „Nach aktuellen Erkenntnissen sind die potenziell zugänglichen Dokumente nicht vertraulicher Natur“, heißt es.

Dem Bericht zufolge behaupten die Hacker, im Besitz von 312.570 Dateien in 51.025 Ordnern zu sein. In dem Datenbestand von über 516 Gigabyte befänden sich finanzielle und private Informationen.

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Hackerangriff beeinflusst Wahlen in Israel

18. März 2019

Immer wieder kommt es dazu, dass demokratische Wahlen durch Hackerangriffe beeinflusst werden. Die Angst vor Manipulationsversuchen durch das Internet oder die Medien steigt damit stetig.

In Israel kam es laut Berichten nun wieder zu einem solchen Hackerangriff der die Wahl des Premierministers, welche Anfang April stattfindet, stark beeinflussen könnte. Laut des Berichts eines israelischen Fernsehsenders handelte es sich um einen Hackerangriff des Smartphones von Benny Gantz, eines Konkurrenten des amtierenden Premierministers Benjamin Netanjahu, welcher angeblich durch den iranischen Geheimdienst durchgeführt wurde. Auch wenn auf dem gehackten Smartphone kein kompromittierendes Material gefunden wurde, wird die Sorge über einen unzulässigen Wahlkampf weiter geschürt.

Der israelische Staat wies darauf hin, dass der Hackerangriff schon Jahre zurück liegt, jedoch erst jetzt im Laufe des Wahlkampfes an Brisanz gewinnt, da der Iran zu jederzeit in der Lage wäre das gehackte Material zu veröffentlichen.

Bereits im Vorfeld der Wahlen kam es zu Warnungen über den Versuch einer vermeintlichen ausländischen Einflussnahme. Der israelische Geheimdienst versicherte, dass Cyberattacken sowie Hackerangriffe aktuell abgewehrt und somit freie demokratische Wahlen gewährleistet werden können.

Hackerangriff auf Parlament und Parteien in Australien

18. Februar 2019

Wie die australische Rundfunkgesellschaft ABC berichtet, sind neben dem Parlament in Australien drei große Parteien – namentlich die regierenden Parteien Liberal Party of Australia und die National Party of Australia sowie die stärkste Oppositionspartei Labor – Ziel eines Hackerangriffes geworden. Dies sei bei der Untersuchung eines Angriffes auf IT-Netzwerke des Parlaments am 08. Februar entdeckt worden. Den Berichten zufolge vermutet das, die Hackerangriffe untersuchende, Australian Cyber Securtiy Centre, dass lediglich ein fähiger staatlicher Akteur hinter dem Angriffsversuch stecken könne. Damit erinnert der Fall an den Hackerangriff auf den Bundestag 2015, bei dem in der Folge der Ermittlung staatliche, russische Hacker als verantwortlich ausgemacht wurden.

Unklar scheint bisher noch, ob es im Rahmen der Angriffe zum Verlust von Daten gekommen sei. Mit Blick auf die dieses Jahr stattfindenden bundesweiten Wahlen gebe es bislang allerdings keine Hinweise auf den Versuch einer Wahlbeeinflussung.

Hackerangriff bei Airbus: Unbekannte verschaffen sich Zugriff auf Mitarbeiter-Daten

31. Januar 2019

Der größte europäische Flugzeughersteller Airbus ist offenbar einem Cyberangriff zum Opfer gefallen.
Wie Airbus am Mittwoch in einer kurzen Stellungnahme bekannt gab, verschafften sich Angreifer Zugang zu einem zentralen Server und gelangten so an personenbezogene Daten. Betroffen seien einige Airbus-Mitarbeiter in Europa.

Laut dem Unternehmen sei der Geschäftsbetrieb der Zivilflugzeugsparte Airbus Commercial nicht beeinträchtigt. Ebenso wenig betroffen seien die Bereiche Rüstung und Raumfahrt sowie der Geschäftsbereich Helikopter.
Ein Zugriff auf Bordsysteme von Airbus-Flugzeugen sei auszuschließen.

Der Hackerangriff wurde am 11. Januar der französischen Datenschutzbehörde Commission Nationale de l’Informatique et des Libertés (CNIL) nach Maßgabe der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) gemeldet. Erste Hinweise auf den Zugriff gab es bereits am 6. Januar.

Das genaue Ausmaß des Angriffs ist noch nicht bekannt, ebenso wenig die Anzahl der Betroffenen.

Ungeklärt ist derzeit, ob es sich um einen gezielten Angriff auf spezielle Daten gehandelt hat und wer hinter dem Angriff steckt.

Airbus gibt an, anlässlich des Vorfalls die bestehenden Sicherheitsmaßnahmen zu verstärken.

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Länderübergreifende Cybersicherheitstrategie gefordert

21. Januar 2019

Bürger, Unternehmen und Staat sollen mit einer länderübergreifenden Strategie für mehr Internet-Sicherheit besser gegen die zunehmende Bedrohung durch Cyberangriffe geschützt werden. Die Union forderte in einem der deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Papier einen „Notfallplan, um innerhalb kurzer Zeit auf den Abfluss sensibler Daten, digitale Wirtschaftsspionagen oder Sabotage reagieren zu können“.

Darüber hinaus verlangen die Fraktionschefs von CDU und CSU in Brüssel in dem Entwurf für die am Montag endende zweitägige Konferenz, dass bundeseinheitliche gesetzliche Mindeststandards für die Sicherheit informationstechnischer Geräte benötigt werden. Gelten soll dies beispielsweise für Endverbraucher-Geräte wie Laptops und Mobiltelefone. Angebote sollen von Anbietern von Online-Diensten und Hersteller von Geräten so gestaltet werden, „dass ausreichend starke Passwörter von den Benutzern gewählt und diese regelmäßig geändert werden müssen“.

Weiter verlangt die Union härtere Strafen für Cyberkriminelle, indem das Strafrecht im Bereich der Cyberkriminalität ergänzt wird. Im Entwurf heißt es: “ Mit Abschreckung und hohem Verfolgungsdruck können Erfolge zum Schutz aller erzielt werden.“ Wenn es nach der Meinung der Fraktionschefs von CDU und CSU geht, soll es in allen Ländern zentrale Anlaufstellen für die Wirtschaft geben. Der direkte Informationsaustausch sowie schnelle Hilfe vor Ort sollen hier in den Fokus gerückt werden. Die Idee dahinter ist, dass Bundes- und Landesbehörden „finanziell, technisch, personell und infrastrukturell so ausgestaltet werden, dass Cyberangriffe schnellstmöglich erkannt, betroffene Kreise gewarnt und identifizierte Schwachstellen schnellstmöglich umgehend beseitigt werden können“. Dafür sollen von Bund und Ländern länderübergreifend regelmäßige Krisenmanagementübungen gemacht werden.

Datensatz mit gestohlenen Login-Informationen aufgetaucht

18. Januar 2019

Im Internet ist ein 87 Gigabyte großer Datensatz mit gestohlenen Login-Informationen aufgetaucht. Betroffen sind 773 Millionen E-Mailadressen und über 21 Millionen Passwörter.

Die Daten stammen nach ersten Informationen nicht aus einem einzelnen Hack, sondern sind aus verschiedenen zusammengetragen worden. Der Datensatz enthält Informationen von 12.000 Domains und verschiedenen Web-Diensten.

Die Existenz des Datensatzes wurde von dem australischen IT-Sicherheitsexperten Troy Hunt auf seiner Homepage publik gemacht, der den Datensatz als Collection #1. Der Experte schreibt, dass er zunächst von Bekannten auf den Datensatz aufmerksam gemacht worden ist und die Daten ursprünglich bei einem Filehosting-Anbieter verfügbar waren, wo sie inzwischen aber nicht mehr zu finden sind.

Sie haben die Möglichkeit selbst zu überprüfen, ob Ihre Daten betroffen sind. Zur Prüfung muss lediglich die eigene Adresse in das Suchfeld eingegeben und auf „pwned?“ geklickt werden. Der von dem australischen Sicherheitsforscher Troy Hunt veröffentlichte Dienst zur Überprüfung wird von dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) für vertrauenwürdig gehalten. Sollten Sie betroffen sein, wird empfohlen schnellstmöglich das Passwort zu ändern.

Update Hackerangriff: Verdächtiger festgenommen

8. Januar 2019

Ein Tatverdächtiger im Zusammenhang mit dem riesigen Datenklau wurde festgenommen und soll nach bisherigen Erkenntnissen Einzeltäter gewesen sein.

Rund tausend Politiker und Prominente waren von dem in die Schlagzeilen geratenen massiven Online-Angriff betroffen, sogar ganz persönliche Dinge standen von einigen Betroffenen im Internet.

Am Wochenende hatte das BKA bereits Wohnungen in Hessen und Baden-Württemberg durchsucht und zahlreiche Beweismittel beschlagnahmt. Am Sonntag wurde die Wohnung des Tatverdächtigen durchsucht und er vorläufig verhaftet. Nach Informationen der Welt soll der junge Mann (20) nach mehreren Vernehmungen geständig gewesen sein. Das BKA und die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main werden heute um 12 Uhr über das Ergebnis der Ermittlungen informieren. Der Verdächtige wurde inzwischen, mangels Haftgründen, aus der Untersuchungshaft entlassen.

Das inzwischen gesperrte Twitter-Konto @_0rbit wurde im Dezember 2018 als eine Art Adventskalender benutzt, indem jeden Tag ein Link zu neuen Daten online gestellt wurde. Zahlreiche personenbezogene Daten von Politikern und Prominenten waren betroffen. Einige Daten wurden bereits vorher veröffentlicht. Bekannt wurde das Ganze jedoch erst im neuen Jahr.

Überwiegend ging es um die Veröffentlichung von Kontaktdaten (940 Fälle). In etwa 50 Fällen handelte es sich um schwerwiegendere Veröffentlichungen, wie die Preisgabe von Privatdaten, Chatverläufen, Korrespondenzen sowie Fotos von Pässen.

Betroffen sind zahlreiche Daten von Europa-, Bundes- und Landespolitikern der FDP, der Linken, den Grünen, der SPD und der CDU/CSU, wie auch Frank-Walter Steinmeier. Aber auch Daten von Prominenten wie Jan Böhmermann wurden nicht verschont.

Die Bundesregierung kündigt an, aus diesem Fall Konsequenzen zu ziehen und möchte in Zukunft die Cyber-Sicherheit verbessern. In Planung ist derzeit, in den nächsten Monaten unter anderem ein „Cyber-Abwehrzentrum plus“ zu schaffen.

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Twitter soll Links sperren

7. Januar 2019

Der Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar forderte Twitter zur Sperrung von Links auf, welche im Zusammenhang mit der Veröffentlichung von Daten von Politikern im Internet auftauchten. Der für die Veröffentlichung genutzte Account ist zwar mittlerweile gesperrt, jedoch sind die auf anderen Plattformen befindlichen Daten noch über Links in Form von Retweets und Likes andere Nutzer frei und können somit noch weiterverbreitet werden. Caspar stellte Twitter deshalb auch eine Liste mit Shortlinks bereit, die gelöscht werden sollen. Bisher hat sich Twitter auf diese Aufforderung hin nicht gemeldet. In der deutschen Niederlassung in Hamburg war zudem kein Ansprechpartner erreichbar.

Nun wird versucht, mittels einer an Twitter gerichteten Anordnung, die rechtsverbindliche Sperrung der Links zu erzielen.

Dies wurde in Zusammenarbeit mit der irischen Datenschutzbehörde erwirkt, da sich dort der europäische Hauptsitz von Twitter befindet.

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