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BMJ: DDoS-Attacke auf Website

12. April 2012
Kurz nach dem Bekanntwerden des Urteils des Landgerichts Leipzig gegen den hauptverantwortlichen Programmierer des Filmportals Kino.to am gestrigen Tage konnte nach Angaben des Bundesministerium der Justiz dessen eigene Website bis zum späten Nachmittag nicht aufgerufen werden. Dies soll auf eine Distributed Denial of Service-Attacke („DDoS-Attacke“), bei der Server mutwillig durch das Absenden einer hohen Zahl von Anfragen, die regelmäßig von vielzähligen Rechnern ausgehen, überlastet und in Folge arbeitsunfähig gemacht werden, zurückzuführen sein. Verantwortlich sei eine Gruppe namens „Anonymous Austria“, die über den Kurznachrichtendienst Twitter die Nachricht „Revenge for kino.to – http://www.bmj.de/ DOWN!“, eine im Hacker-Jargon gebräuchliche Formel für eine erfolgreiche Blockade von Internetseiten, verbreitet habe.
„Das Urteil des Landgerichts Leipzig ist ein Urteil der unabhängigen Justiz, auf das das Bundesjustizministerium keinen Einfluss hat. Wer Recht ändern will, muss es zuallererst auch verstehen. Angriffe wie diese stärken nur diejenigen, die keine offene Debatte über die Modernisierung des Urheberrechts führen wollen, die nur Gefahren durch das Netz sehen, nicht seine Chancen.“, so das Bundesministerium der Justiz.
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