Schlagwort: vernetztes Auto

Ethikkommission stellt Regeln zum autonomen Fahren auf

20. Juni 2017

Eine vom Bundesverkehrsministerium eingesetzte Ethikkommission hat Leitlinien für selbstfahrende Autos auf deutschen Straßen entworfen und diese heute vorgestellt.

Das Gremium unter Vorsitz von Udo Di Fabio wurde eingesetzt, um Empfehlungen dafür zu geben, was in automatisierte Fahrsysteme künftig zulässig, und was ausdrücklich nicht erlaubt sein sollte.

Dabei wurden neben rechtlichen auch ethische Grundsätze ins Auge gefasst. Es wurden 20 konkrete Regeln aufgestellt, die für das autonome Fahren gelten sollen, in denen auch die datenschutzrechtlichen Bedenken der Kommissionsmitglieder (darunter Wissenschaftler und Experten aus den Fachrichtungen Ethik, Recht und Technik) Ausdruck finden. So heißt es beispielswese: „Eine vollständige Vernetzung und zentrale Steuerung sämtlicher Fahrzeuge im Kontext einer digitalen Verkehrsinfrastruktur ist ethisch bedenklich, wenn und soweit sie Risiken einer totalen Überwachung der Verkehrsteilnehmer und der Manipulation der Fahrzeugsteuerung nicht sicher auszuschließen vermag.“ Grundsätzlich müssten die Fahrzeughalter stets in der Lage sein, über die Weitergabe und Verwendung ihrer anfallenden Fahrzeugdaten zu entscheiden.

Autofahrer skeptisch gegenüber vernetzten Fahrzeugen

26. November 2015

Nach einer aktuellen Studie des internationalen Automobilverbandes (FIA) hat der ganz überwiegende Teil der europäischen Autofahrer erhebliche Bedenken gegenüber der Vernetzung ihrer Fahrzeuge. Es wurden dafür 12 000 Autofahrer in zwölf EU-Staaten online befragt. Eine Auswertung der Studie für Deutschland erfolgte  durch den ADAC.

Hierzulande sorgen sich demnach 92 % um die Offenlegung privater Informationen sowie um die Nutzung ihrer Daten für kommerzielle Zwecke. 87 % haben Angst vor einem Angriff über ihr vernetztes Auto durch Hacker. Damit haben deutsche Autofahrer im Vergleich zu ihren europäischen Nachbarn größere Bedenken bezüglich Datenschutz- und Datensicherheit. Nicht erstaunlich ist insofern, dass es fast allen Befragten (96 %) wichtig ist, dass die Konnektivität auch wieder abgeschaltet werden kann.

Je nach dem Zweck der Datenübermittlung besteht jedoch dennoch eine Bereitschaft zur Datenübermittlung, so wären bespielsweise 86 % bereit, ihre Daten zum Zwecke der Pannendiagnose zu übermitteln, ledigliche 21 % entschieden so bei der Weitergabe an App-Anbieter.