Schlagwort: Cyberkriminalität

Darknet-Server durch LKA beschlagnahmt

27. September 2019

Am Donnerstag Abend wurde ein Darknet-Rechenzentrum in Rheinland-Pfalz durch das LKA gestürmt. Deutschen Ermittlern gelang dadurch ein erheblicher Schlag gegen die internationale Cyberkriminalität.

Mehrere Hundert Einsatzkräften gelang es sieben Tatverdächtige festzunehmen, darunter auch die vermeintlichen Betreiber des illegalen Rechenzentrums. Ein dort gelagerter Server wurde durch das LKA direkt vom Netz genommen.

Ein Sprecher des LKA erklärte, dass gegen die festgenommenen Personen wegen Waffenhandels, Drogenhandels und allem anderen was im Darknet verbreitet wird, ermittelt würde. Dem Einsatz des LKA gingen mehrere Jahre Ermittlungsarbeit voraus. Von dem genannten Rechenzentrum aus wurde außerdem der weltweit zweitgrößte Darknet-Marktplatz „Wall Street Market“ betrieben, welcher bereits im Frühjahr zerschlagen werden konnte. Über den Darknet-Markplatz wurden ausgespähte Daten, gefälschte Dokumente und Schadsoftware gehandelt sowie ein Angriff auf ca. eine Millionen Telekom-Router im Jahr 2016 ausgeführt.

Kategorien: Hackerangriffe
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Zugriff auf Kundendaten durch Phishing-Mails

21. Januar 2019

Es werden zurzeit E-Mails im Namen der Deutschen Bank mit dem Betreff „Informationen zu Ihrem Bankkonto“ versendet. In dieser E-Mail wird darauf verwiesen, dass aufgrund der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) das TAN-Verfahren annulliert werden müsste. Dabei soll der Betroffene das angehängte Formular benutzen um die Änderung des TAN-Systems kostenfrei durchzuführen. Tut er dies nicht, würde die Deutsche Bank dies manuell durchführen und eine Gebühr dafür verlangen.

Hierbei handelt es sich um keine E-Mail von der Deutschen Bank. Als Absender der E-Mail wird „info@db.com“ angezeigt. In der Email befindet sich in der Anlage eine Datei mit dem Namen „Formular.html“. Das ist die eigentliche Phishing-Seite, über die die Daten der Betroffenen gestohlen werden.

Die Deutsche Bank hat auf ihrer Seite einen Sicherheitshinweis veröffentlicht, in der sie vor den Phishing-Mails warnt. Die Empfänger der E-Mails sollen nicht auf enthaltene Buttons oder Links in der E-Mail klicken. Wurde bereits auf den Button oder Link geklickt, dürfen in keinem Fall persönlichen Daten eingegeben werden, da diese sonst unverschlüsselt bei den Cyberkriminellen landen.

Länderübergreifende Cybersicherheitstrategie gefordert

Bürger, Unternehmen und Staat sollen mit einer länderübergreifenden Strategie für mehr Internet-Sicherheit besser gegen die zunehmende Bedrohung durch Cyberangriffe geschützt werden. Die Union forderte in einem der deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Papier einen „Notfallplan, um innerhalb kurzer Zeit auf den Abfluss sensibler Daten, digitale Wirtschaftsspionagen oder Sabotage reagieren zu können“.

Darüber hinaus verlangen die Fraktionschefs von CDU und CSU in Brüssel in dem Entwurf für die am Montag endende zweitägige Konferenz, dass bundeseinheitliche gesetzliche Mindeststandards für die Sicherheit informationstechnischer Geräte benötigt werden. Gelten soll dies beispielsweise für Endverbraucher-Geräte wie Laptops und Mobiltelefone. Angebote sollen von Anbietern von Online-Diensten und Hersteller von Geräten so gestaltet werden, „dass ausreichend starke Passwörter von den Benutzern gewählt und diese regelmäßig geändert werden müssen“.

Weiter verlangt die Union härtere Strafen für Cyberkriminelle, indem das Strafrecht im Bereich der Cyberkriminalität ergänzt wird. Im Entwurf heißt es: “ Mit Abschreckung und hohem Verfolgungsdruck können Erfolge zum Schutz aller erzielt werden.“ Wenn es nach der Meinung der Fraktionschefs von CDU und CSU geht, soll es in allen Ländern zentrale Anlaufstellen für die Wirtschaft geben. Der direkte Informationsaustausch sowie schnelle Hilfe vor Ort sollen hier in den Fokus gerückt werden. Die Idee dahinter ist, dass Bundes- und Landesbehörden „finanziell, technisch, personell und infrastrukturell so ausgestaltet werden, dass Cyberangriffe schnellstmöglich erkannt, betroffene Kreise gewarnt und identifizierte Schwachstellen schnellstmöglich umgehend beseitigt werden können“. Dafür sollen von Bund und Ländern länderübergreifend regelmäßige Krisenmanagementübungen gemacht werden.

US-Justizministerium beschuldigt Chinesen des Hackings

29. November 2017

Drei chinesische Mitarbeiter des Unternehmens Guangzhou Bo Yu Information Technologie Company Ltd. werden von dem US-Justizministerium bezichtigt, Cyber-Attacken auf den deutschen Großkonzern Siemens AG ausgeübt zu haben. Die Angriffe auf das Netzwerk von Siemens sowie zwei weiteren deutschen Unternehmen fanden zwischen den Jahren 2011 und 2017 statt.

Bei Siemens versuchten die Hacker im Sommer 2014 Passwörter und Nutzernamen abzugreifen. Im Sommer 2015 wurden erfolgreich 407 Gigabyte geschützter Daten des Unternehmens entwendet.

Siemens äußerte sich dabei aus Prinzip nicht zu Angelegenheiten, welche die interne Sicherheit betreffen. Jedoch betonte der Unternehmenssprecher, dass die Datensicherheit für das Unternehmen weltweit von höchster Priorität sei und Siemens seine Infrastruktur streng überwache und schütze.

Die drei Angeklagten befinden sich derzeit nicht in Gewahrsam und werden als Einzelpersonen behandelt, nicht als vom chinesischen Staat unterstützte Hacker. Beispiele wie dieses bestätigen Studien, die in Cyberangriffen auf Unternehmen eine allgegenwärtige und ernstzunehmende Bedrohung sehen.

Aktionswoche zur Prävention von Cyberkriminalität

9. November 2015

Mit einer speziellen Aufklärungswoche vom 09.11. bis zum 13.11. will das Bundeskriminalamt (BKA) zusammen mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) auf die durch Cyberkriminalität drohenden Gefahren aufmerksam machen. Unter anderem sollen Fragen wie beispielsweise Wie kann man sich im Internet gegen den Diebstahl digitaler Identitäten schützen? Was tun gegen betrügerische Phishing-Mails? Wie gehe ich verantwortlich mit meinen Daten um? mit Hilfe allgemeiner Informationen, statistischem Material sowie erklärenden Podcasts zu den einzelnen Gefahrenquellen beantwortet werden.

Sowohl BSI als auch BKA geben in diesem Rahmen hilfreiche Vorsorgetipps, wie beispielsweise Checklisten zur Absicherung des PCs gegen Angriffe durch das Internet oder für den sicheren Umgang mit mobilen Geräten.

Deutschland beteiligt sich durch diese Aktionswoche an der Präventionskampagne „Operation Blackfin“ der britischen National Crime Agency (NCA), wie auch Europol und achte weitere Staaten.

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